Wer hat den Valentinstag erfunden?

Nein, der Valentinstag ist keine Erfindung der Blumenhändler und Pralinenhersteller. Auch wenn er regelmäßig um den 14. Februar gutes Geld in deren Kassen spült. Die Geschichte dieses Tages und seiner Bräuche lässt sich bis in die römische Antike zurückverfolgen, wobei der heute übliche Namen von einem Christen stammt.

Auf der Suche nach dem Ursprung des Valentinstages fand ich interessante Geschichten in den Tiefen des Internets.

Valentinstag ohne Blumen? – Geht gar nicht!

In Überlieferungen aus der Römerzeit ist von den Göttinnen Juno und Februata die Rede, die für Frauen, Ehe und Liebesfieber zuständig waren. Die eine wurde von einer Blume schwanger, der anderen wurden Blumen geopfert. Stellvertretend für die Göttinnen bekamen schon damals echte Frauen von echten Männern Blumen geschenkt.

Ein Strauß Rosen

Im Februar, zur Paarungszeit der Vögel, wenn bald der Frühling anbrach, feierten die Römer Juno Februata und begingen am 14. oder 15.? das Fest der Wölfin (Lupercalia). Bei den Feierlichkeiten soll es lustvoll und sexuell freizügig zugegangen sein, wobei auch länger andauernde erotische Beziehungen entstanden. In anderen Quellen las ich, dieses heidnische Fest sei dem Hirtengott Lupercus gewidmet. In beiden Fällen entschied das los, welcher junge Mann mit welcher jungen Frau …

Irgendwann war es mit den vielen römischen Göttinnen und Göttern vorbei, doch die Bräuche lebten weiter und passten sich dem aufkommenden Christentum an. Die alten Feste brauchten neue Namen, da kommt Valentin ins Spiel. Drei mögliche Namensgeber für den Valentinstag habe ich im Netz gefunden.

Mögliche Namensgeber für den Valentinstag

Ist der Valentinstag nach dem frommen, armen Priester Valentin von Rom benannt oder nach dem Bischof Valentin von Terni? Vielleicht handelt es sich ja um ein und dieselbe Person. Jedenfalls haben wohl beide im 3. Jahrhundert nach Christi Geburt gelebt und wurden hingerichtet. Unbestätigten Gerüchten zufolge verschenkte der betreffende Valentin oft Blumen aus seinem Garten. Vor allem spendete er christlichen Liebespaaren die Ehesakramente, obwohl Kaiser Claudius II dies ausdrücklich verboten hatte. Schließlich brauchte er die jungen Männer als Soldaten, nicht als treu sorgende Ehegatten.

Liebesbrief zum Valentinstag – muss sein!

Es könnte aber auch jener Valentin gewesen sein, der wegen seines christlichen Glaubens im Kerker saß und sich in die Tochter seines Wärters verliebte. Da die Angebetete blind war, las er ihr seine selbst verfassten Liebesgedichte vor.

Was immer dieser Valentin wirklich getan hatte, zur Strafe wurde er, der Legende nach, an einem 14. Februar hingerichtet. Seither wird an diesem Tag nicht mehr Februata, sondern Valentinstag gefeiert, man verschenkte Blumen und wer schreiben konnte, verschickte Liebesbriefe. Im Jahre 469 machte Papst Gelasius I. offiziell einen kirchlichen Feiertag aus dem Valentinstag. Inzwischen wurde dieser wieder aus dem römischen Generalkalender gestrichen, was die Liebenden nicht vom Feiern abhält.

Übrigens:

Angeblich heiratet ein junges Mädchen den Mann, den es am Valentinstag zuerst sieht. Deshalb standen heiratswütige Männer oft schon früh am Morgen mit einem Blumenstrauß vor der Tür der Auserwählten. Heute kommen zu den obligatorischen roten Rosen oft weitere Geschenke oder ein festliches Dinner bei Kerzenschein dazu.

In seinen 100 Strophen das „Parlament der Vögel“ machte der englische Dichter Geoffrey Cahucer den Valentinstag und die Vogelhochzeit literarisch bekannt. Weil er, entgegen den damaligen Gepflogenheiten das Gedicht in englischer Sprache verfasste, verbreitete sich die Geschichte im alemannischen auch Sprachraum. Es heißt, er habe das Werk erstmalig 1383 bei einer Valentinsfeier am Hofe Richards II. vorgetragen.

Nur ein Zitat – das ganze Gedicht finden Sie hier.

„Denn Feiertag Sankt Valentins war’s eben,

An dem zur Gattenwahl nach diesem Ort

Sich alle Vögel, die man kennt, begeben;“

„Natur, der Amtsverweser des Allmächt’gen, …

Ihr wißt, nach meinem Willen und Befehle

Kommt Ihr am Tag vom heil’gen Valentin,

Um, wie ich Euch mit Lust dazu beseele,

Euch hier zu paaren und dann fortzuziehn.

Indeß, von dem, was einmal Recht mir schien,

Weich‘ ich nicht ab, könnt‘ ich die Welt gewinnen;

Und demnach soll der Würdigste beginnen.“

4 aus Bremen

Es waren einmal vier Obdachlose aus Bremen,

die sagten wir gründen eine Band

und machen mit beim Supertalent.

Journalist

Sprach ein kluger Journalist:

nur gut singen reicht da nicht.

Geschichten aus eurem schweren Leben

Müsst weinend ihr zum Besten geben.

Esel

Ich hatte immer schwer zu tragen,

jetzt will der Müller mir das Brot versagen.

Und nicht mal in ein Altenheim

Komm ich mit meiner Rente rein.

Hund

Ich ging mit meinem Bauern jagen,

tagein, tagaus durch sein Revier.

Nun sucht der Bauer sich ne Frau

und ich leb nur noch von Harz 4

Katze

Gar manche Maus vernaschte ich,

umschmeichelte die Bäuerin,

nun ist meine Jugend hin

und niemand mehr will mich.

Hahn

Ich stand täglich mit den Hühnern auf,

und weckte dann den ganzen Hof.

Dann kam der Rach, ich armer Tropf

entkam grad noch dem Suppentopf.

Pop-Pitan

Dann erklang Ia miau Kikeriki und auch Gebell,

der Buzzer ertönt auch ganz schnell.

Singen, das wird nix, sprach der Pop-Titan,

doch ich rat euch greift zur Feder,

schreibt ein Buch wie Sarazin und Philip Lahm.

Das kauft fast jeder.

Saaleburgen in Halle/Saale

Von den „stolzen und kühnen Burgen am Strand der Saale“ hat sich der Dichter Franz Kugler zu seinen bekannten Fersen inspirieren lassen. Halle ist Standort der ältesten sowie der jüngsten aller Saaleburgen.

Burg Giebichenstein

Bereits als der Ort Giebichenstein noch zum Fränkischen Reich gehörte, soll es hier eine Festung gegeben haben, erste Aufzeichnungen darüber stammen von 961. Allerdings thront die heute bekannte steinerne Burg noch nicht ganz so lange auf dem Giebichenstein. Erst im 12. Jahrhundert ließ der Magdeburger Erzbischof Wichmann die Oberburg auf dem fast 90 Meter hohen Porphyrfelsen am Flussufer erbauen. Es muss eine strategisch wichtige Festung gewesen sein, denn sie diente den Magdeburger Bischöfen zeitweise als Hauptresidenz. Auch deshalb fügten die Herrscher wohl im 15. Jahrhundert dem Bollwerk eine Unterburg hinzu.

Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Oberburg schwere Schäden und trotzt seither erfolgreich dem endgültigen Verfall. Heute ist sie ein informatives Architektur- und Freilichtmuseum in luftiger Höhe, beeindruckt mit 2,20 Meter dicken Mauern und dem freigelegten Fundament der einstigen Burgkirche. Das Gelände bietet einen herrlichen Rundumblick auf Stadt und Fluss. Vom Torturm aus ist der Ausblick noch beeindruckender. Im Gegensatz zur ruinierten Oberburg, ist die Unterburg gut erhalten und beherbergt die renommierte Kunsthochschule Burg Giebichenstein.

Moritzburg in Halle an der Saale

Als die Oberburg dem kriegerischen Treiben zum Opfer fiel, hatten sich die Bischöfe längst eine neue Burg zur Residenz geschaffen. Denn bereits 1503 war die Bastion Moritzburg in Halle bezugsfertig und Burg Giebichenstein verlor an Bedeutung.

Auch diese, jüngste, Burg am Saalestrand überstand den Dreißigjährigen Krieg nicht schadlos. Ein Teil der Moritzburg wurde bald wieder aufgebaut, der Rest blieb bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Ruine erhalten. Inzwischen ist die Bastion wieder ansehnlich hergerichtet und präsentiert sich, ein wenig als Schloss – ein wenig als Burg, mitten in der Saalestadt. Dabei ist ihr Äußeres genauso spannend und interessant anzuschauen wie die Exponate in den Ausstellungsräumen.

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Ich war schon in vielen Gebieten Deutschlands und Österreichs unterwegs, habe einige Teile der Schweiz und Tschechins gesehen. In meinem Blog und bei anderen Projekten können Sie darüber lesen.