Was gibt es in Halle / Saale zu sehen und zu erleben?

Halle an der Saale meine sehenswerte Heimatstadt

Kennen Sie Halle an der Saale? Die Stadt am Saaleradweg, in der Martin Luther einst gepredigt hat, wo berühmte Künstler und Philosophen gewirkt haben und alte Parks und grüne Inseln zum Erholen einladen? Es ist meine Heimatstadt und ich zeige Ihnen gern die mittelalterlichen Seiten, die Gründerzeitviertel und das Neue.

Wenn Sie schon einmal hier waren, erkennen Sie vielleicht einiges wieder. Wer noch gar nicht hier war, bekommt hoffentlich Lust auf einen Besuch in Halle. Sie sind auch Hallenser? Dann verstehen Sie vielleicht, warum ich unsere Stadt mag und weiterempfehle.

Sie wollen vor allem Bilder von Halle (Saale) sehen, dann klicken Sie doch auch meine Picasa-Webalben an. https://picasaweb.google.com/109300282385629198682/14Juli2015

Bummeln Sie durch meine bunte Stadt

Haben Sie schon einmal den Spruch Halle eine „Diva in Grau“ gehört? Trifft wirklich nicht zu. Sie werden viel Grün sehen, großflächige Parkanlagen mit tollen Spielplätzen und herrlichen Blumenbeeten. Baumkronen überragen die Wege und Straßen, urige Bäume säumen Alleen. Farbige, sorgsam sanierte Hausfassaden präsentieren in allen Teilen der Stadt. Kunstvoll bemalte (manchmal leider auch beschmierte) Wände bringen noch mehr Farbe ins Stadtbild. Wenn Halle eine Diva ist, dann eine Bunte.

Erleben Sie Kultur in der Händelstadt

Nichts los in Halle? – Sie werden überrascht sein. Große Bühnen und kleine Veranstaltungsorte versprechen Kulturerlebnissen verschiedener Art. Gastronomen organisieren kulturelle Events, Straßenkünstler unterhalten Sie im Zentrum und Musikfestivals bringen die Stadt zum Klingen. Hallenser feiern gern kleine oder auch große Feste, nicht nur Händelfestspiele und das traditionelle Laternenfest. Kinos haben wir natürlich auch und eine Freiluftbühne auf der Peißnitz-Insel.

Für die mittägliche Rast, den Nachmittagskaffee und den abendlichen Kneippenbummel ist auch gesorgt. Beobachten Sie das Treiben am Markt bei Kaffee und Kuchen im Marktschlösschen, suchen Sie sich einen gemütlichen Platz in der Kleinen Ulli oder kehren Sie in einer urigen Lokalität am Reileck ein. Aufmerksame Wirte in ganz Halle freuen sich auf Sie.

Besuchen Sie die Museen in Halle

Von der geheimnisvollen Himmelsscheibe von Nebra haben Sie sicher schon einmal gehört. Im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle können Sie diesen „geschmiedeten Himmel“ bewundern. Es gibt natürlich noch mehr Museen in der Stadt. Erforschen Sie das Leben von Händel, die Stadtgeschichte oder die Franckesche Stiftung. Wir haben auch ein Beatlesmuseum in Halle, ein Kunstmuseum in der Moritzburg und, nicht nur für Leckermäuler, das Schokoladenmuseum der Hallorenfarbik.

Halle und Salz, das gehört zusammen. Salz sieden und der Handel mit dem „weißen Gold“ haben der halleschen Bürgerschaft einst zu Wohlstand verholfen. Noch heute ist die Salzwirkerbrüderschaft der Halloren aktiv und gehört sogar zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Sie können die Salzwirker im Salinemuseum bei der Arbeit beobachten, darüber hinaus ist die Brüderschaft bei vielen Stadtfesten aktiv dabei. Halloren erkennen Sie leicht an Ihrer Tracht, mit dem Dreispitz, dem pelzbesetzten Mantel und Kniebundhosen.

Hier überblicken Sie die Saalestadt

Tolle Blicke über die Stadt bieten Ihnen Türme und Berge. Steigen Sie die Stufen der Hausmannstürme oder des Roten Turmes am Markt hinauf. Unser Bergzoo hat ebenfalls einen Aussichtsturm, genau wie die Burg Giebichenstein. Entdecken Sie auch die schönen Aussichtsplätze auf dem Galgenberg, dem Heinrich-Heine-Felsen, in den Klausbergen oder auf dem Ochsenberg. Am Tag des offenen Denkmals werden auch die beiden Wassertürme Süd und Nord geöffnet, wer dann hinauf geht, wird mit einzigartigem Rundumblick über ganz Halle belohnt.

In mehr als 1200 Jahren ist in Halle viel gebaut wurden. Im Stadtgebiet finden Sie junge und alte Kirchen, schiefe Fachwerkhäuser und prächtige Fabrikantenvillen. Schreiten Sie durch Renaissanceportale oder das spätgotische Burgtor der Moritzburg. Treten Sie ein in den gotischen Dom, entdecken Sie barocke Ausspannhöfe und Jugendstilhäuser. Repräsentative Industriebauten der Gründerzeit sind restauriert worden und bereichern das Stadtbild genauso wie moderne, futuristische Gebäude.

Zeigen Sie Ihren Kindern die Spielplätze und mehr

Kommen Sie mit Kindern nach Halle? Auf der Peißnitzinsel, im Polizeipark beispielsweise, gibt es viel Platz zum Spielen und Toben. Bei schlechtem Wetter weichen Sie in auf die Indoorspielhäuser aus oder gehen ins Erlebnisbad Maya Mare. Natürlich gibt es noch mehr Bademöglichkeiten und Erlebnisorte in unserer Stadt. Bowlingbahnen, der Eisdom und die museumspädagogischen Angebote bringen Ihrer ganzen Familie Spaß.

Gehen Sie an Bord eines der Ausflugsschiffe und betrachten Sie die Sehenswürdigkeiten an der Saale vom Wasser aus. Die Reedereien bieten kleine Rundfahrten und längere Touren an. Mögen Sie lieber selbst Kapitän sein, leihen Sie bei einem Bootsvermieter ein Motorboot, Kanu oder einen trendigen Saalekringel aus. An warmen Sommertagen können Sie auch in der Saale baden, die Stadtväter haben extra einen schönen Badestrand am Saaleufer hergerichtet.

Gehen Sie Shoppen, das Angebot ist groß

Zugegeben, Halle ist kein Einkaufsparadies wie die berühmten Metropolen. Aber einen ausgedehnten Einkaufsbummel können Sie schon machen. In der Fußgängerzone und in Marktnähe bieten vor allem die großen Ketten ihre erprobten Sortimente an. Biegen Sie in die Seitenstraßen ab, schauen Sie in kleiner Gassen, spazieren Sie durch die Kleine Ulrichstraße, shoppen Sie in der Geiststraße und in der „LuWu“. Dort finden sie individuelle Geschäfte mit originellen und einzigartigen Produkten. Süsses bekommen Sie bei der Nasch-Madam, Kleidung im Gewandhaus, Wanderschuhe beim Ötzi und Spielzeug im Motschekiebchen. So manch Antiquitätenhändler hält Raritäten für Sie bereit, Absolventen der Burg bieten Kunstobjekte an und Feinkostläden locken mit ihren Delikatessen.

Finden Sie Ihren Weg nach Halle/Saale und bleiben Sie etwas länger

Wie Sie nach Halle kommen? Viele Züge fahren aus ganz Deutschland zum Hauptbahnhof Halle (Saale). Unser Bahnhof liegt Zentral und Sie gelangen in wenigen Fußminuten in die Innenstadt. Außerdem halten Straßenbahnen und Nahverkehrsbusse am Bahnhof, damit erreichen Sie wohl jedes Ziel in der Stadt. Kommen Sie lieber mit dem Fernbus? Die Haltestelle für Flixbus, Postbus & Co befindet sich ebenfalls am Bahnhof, und zwar am Busbahnhof Ecke Ernst-Kamieth-Straße.

Halle/Saale ist gut mit dem Auto oder Motorrad erreichbar. Am besten, Sie fahren über die Autobahn A 9, A 14, A 143 oder die A 38. Ihnen stehen mehrere Autobahnabfahrten zur Auswahl, Bundes- und Landstraßen führen dann direkt in die Stadt hinein. Tagesgäste können die Fahrzeuge am Stadtrand parken und mit den „Öffentlichen“ weiterfahren. Es gibt aber auch einige Parkhäuser und Parkflächen in Innenstadtnähe.

Fahrradtouristen kommen meist über den Saaleradweg in die Stadt und radeln nah am Saaleufer entlang. Obwohl unsere innerstädtischen Radwege nicht die Besten sind, das Straßenpflaster oft holprig ist und es im Stadtgebiet immer Auf und Ab geht, lässt sich Halle gut mit dem Rad erkunden. Eine weitere Möglichkeit zur Anreise ist der Wasserweg. Besonders im Sommer kommen Paddelfreunde und Motorbootfahrer über die Saale durch Halle. Sie finden nicht nur im Stadthafen einen Liegeplatz und können dann zu Fuß in die Stadt gehen.

In Halle gibt es so viel zu sehen und zu erleben, das schaffen Sie nicht an einem Tag. Kommen Sie bald wieder oder bleiben Sie gleich länger. Gästebetten gibt es in unserer Stadt reichlich. Sie haben die Wahl zwischen Hotelzimmern, Pensionen, Ferienwohnungen oder Jugendherberge, sogar einen Campingplatz können wir Ihnen anbieten.

Wer hat den Valentinstag erfunden?

Nein, der Valentinstag ist keine Erfindung der Blumenhändler und Pralinenhersteller. Auch wenn er regelmäßig um den 14. Februar gutes Geld in deren Kassen spült. Die Geschichte dieses Tages und seiner Bräuche lässt sich bis in die römische Antike zurückverfolgen, wobei der heute übliche Namen von einem Christen stammt.

Auf der Suche nach dem Ursprung des Valentinstages fand ich interessante Geschichten in den Tiefen des Internets.

Valentinstag ohne Blumen? – Geht gar nicht!

In Überlieferungen aus der Römerzeit ist von den Göttinnen Juno und Februata die Rede, die für Frauen, Ehe und Liebesfieber zuständig waren. Die eine wurde von einer Blume schwanger, der anderen wurden Blumen geopfert. Stellvertretend für die Göttinnen bekamen schon damals echte Frauen von echten Männern Blumen geschenkt.

Ein Strauß Rosen

Im Februar, zur Paarungszeit der Vögel, wenn bald der Frühling anbrach, feierten die Römer Juno Februata und begingen am 14. oder 15.? das Fest der Wölfin (Lupercalia). Bei den Feierlichkeiten soll es lustvoll und sexuell freizügig zugegangen sein, wobei auch länger andauernde erotische Beziehungen entstanden. In anderen Quellen las ich, dieses heidnische Fest sei dem Hirtengott Lupercus gewidmet. In beiden Fällen entschied das los, welcher junge Mann mit welcher jungen Frau …

Irgendwann war es mit den vielen römischen Göttinnen und Göttern vorbei, doch die Bräuche lebten weiter und passten sich dem aufkommenden Christentum an. Die alten Feste brauchten neue Namen, da kommt Valentin ins Spiel. Drei mögliche Namensgeber für den Valentinstag habe ich im Netz gefunden.

Mögliche Namensgeber für den Valentinstag

Ist der Valentinstag nach dem frommen, armen Priester Valentin von Rom benannt oder nach dem Bischof Valentin von Terni? Vielleicht handelt es sich ja um ein und dieselbe Person. Jedenfalls haben wohl beide im 3. Jahrhundert nach Christi Geburt gelebt und wurden hingerichtet. Unbestätigten Gerüchten zufolge verschenkte der betreffende Valentin oft Blumen aus seinem Garten. Vor allem spendete er christlichen Liebespaaren die Ehesakramente, obwohl Kaiser Claudius II dies ausdrücklich verboten hatte. Schließlich brauchte er die jungen Männer als Soldaten, nicht als treu sorgende Ehegatten.

Liebesbrief zum Valentinstag – muss sein!

Es könnte aber auch jener Valentin gewesen sein, der wegen seines christlichen Glaubens im Kerker saß und sich in die Tochter seines Wärters verliebte. Da die Angebetete blind war, las er ihr seine selbst verfassten Liebesgedichte vor.

Was immer dieser Valentin wirklich getan hatte, zur Strafe wurde er, der Legende nach, an einem 14. Februar hingerichtet. Seither wird an diesem Tag nicht mehr Februata, sondern Valentinstag gefeiert, man verschenkte Blumen und wer schreiben konnte, verschickte Liebesbriefe. Im Jahre 469 machte Papst Gelasius I. offiziell einen kirchlichen Feiertag aus dem Valentinstag. Inzwischen wurde dieser wieder aus dem römischen Generalkalender gestrichen, was die Liebenden nicht vom Feiern abhält.

Übrigens:

Angeblich heiratet ein junges Mädchen den Mann, den es am Valentinstag zuerst sieht. Deshalb standen heiratswütige Männer oft schon früh am Morgen mit einem Blumenstrauß vor der Tür der Auserwählten. Heute kommen zu den obligatorischen roten Rosen oft weitere Geschenke oder ein festliches Dinner bei Kerzenschein dazu.

In seinen 100 Strophen das „Parlament der Vögel“ machte der englische Dichter Geoffrey Cahucer den Valentinstag und die Vogelhochzeit literarisch bekannt. Weil er, entgegen den damaligen Gepflogenheiten das Gedicht in englischer Sprache verfasste, verbreitete sich die Geschichte im alemannischen auch Sprachraum. Es heißt, er habe das Werk erstmalig 1383 bei einer Valentinsfeier am Hofe Richards II. vorgetragen.

Nur ein Zitat – das ganze Gedicht finden Sie hier.

„Denn Feiertag Sankt Valentins war’s eben,

An dem zur Gattenwahl nach diesem Ort

Sich alle Vögel, die man kennt, begeben;“

„Natur, der Amtsverweser des Allmächt’gen, …

Ihr wißt, nach meinem Willen und Befehle

Kommt Ihr am Tag vom heil’gen Valentin,

Um, wie ich Euch mit Lust dazu beseele,

Euch hier zu paaren und dann fortzuziehn.

Indeß, von dem, was einmal Recht mir schien,

Weich‘ ich nicht ab, könnt‘ ich die Welt gewinnen;

Und demnach soll der Würdigste beginnen.“

4 aus Bremen

Es waren einmal vier Obdachlose aus Bremen,

die sagten wir gründen eine Band

und machen mit beim Supertalent.

Journalist

Sprach ein kluger Journalist:

nur gut singen reicht da nicht.

Geschichten aus eurem schweren Leben

Müsst weinend ihr zum Besten geben.

Esel

Ich hatte immer schwer zu tragen,

jetzt will der Müller mir das Brot versagen.

Und nicht mal in ein Altenheim

Komm ich mit meiner Rente rein.

Hund

Ich ging mit meinem Bauern jagen,

tagein, tagaus durch sein Revier.

Nun sucht der Bauer sich ne Frau

und ich leb nur noch von Harz 4

Katze

Gar manche Maus vernaschte ich,

umschmeichelte die Bäuerin,

nun ist meine Jugend hin

und niemand mehr will mich.

Hahn

Ich stand täglich mit den Hühnern auf,

und weckte dann den ganzen Hof.

Dann kam der Rach, ich armer Tropf

entkam grad noch dem Suppentopf.

Pop-Pitan

Dann erklang Ia miau Kikeriki und auch Gebell,

der Buzzer ertönt auch ganz schnell.

Singen, das wird nix, sprach der Pop-Titan,

doch ich rat euch greift zur Feder,

schreibt ein Buch wie Sarazin und Philip Lahm.

Das kauft fast jeder.

Saaleburgen in Halle/Saale

Von den „stolzen und kühnen Burgen am Strand der Saale“ hat sich der Dichter Franz Kugler zu seinen bekannten Fersen inspirieren lassen. Halle ist Standort der ältesten sowie der jüngsten aller Saaleburgen.

Burg Giebichenstein

Bereits als der Ort Giebichenstein noch zum Fränkischen Reich gehörte, soll es hier eine Festung gegeben haben, erste Aufzeichnungen darüber stammen von 961. Allerdings thront die heute bekannte steinerne Burg noch nicht ganz so lange auf dem Giebichenstein. Erst im 12. Jahrhundert ließ der Magdeburger Erzbischof Wichmann die Oberburg auf dem fast 90 Meter hohen Porphyrfelsen am Flussufer erbauen. Es muss eine strategisch wichtige Festung gewesen sein, denn sie diente den Magdeburger Bischöfen zeitweise als Hauptresidenz. Auch deshalb fügten die Herrscher wohl im 15. Jahrhundert dem Bollwerk eine Unterburg hinzu.

Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Oberburg schwere Schäden und trotzt seither erfolgreich dem endgültigen Verfall. Heute ist sie ein informatives Architektur- und Freilichtmuseum in luftiger Höhe, beeindruckt mit 2,20 Meter dicken Mauern und dem freigelegten Fundament der einstigen Burgkirche. Das Gelände bietet einen herrlichen Rundumblick auf Stadt und Fluss. Vom Torturm aus ist der Ausblick noch beeindruckender. Im Gegensatz zur ruinierten Oberburg, ist die Unterburg gut erhalten und beherbergt die renommierte Kunsthochschule Burg Giebichenstein.

Moritzburg in Halle an der Saale

Als die Oberburg dem kriegerischen Treiben zum Opfer fiel, hatten sich die Bischöfe längst eine neue Burg zur Residenz geschaffen. Denn bereits 1503 war die Bastion Moritzburg in Halle bezugsfertig und Burg Giebichenstein verlor an Bedeutung.

Auch diese, jüngste, Burg am Saalestrand überstand den Dreißigjährigen Krieg nicht schadlos. Ein Teil der Moritzburg wurde bald wieder aufgebaut, der Rest blieb bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Ruine erhalten. Inzwischen ist die Bastion wieder ansehnlich hergerichtet und präsentiert sich, ein wenig als Schloss – ein wenig als Burg, mitten in der Saalestadt. Dabei ist ihr Äußeres genauso spannend und interessant anzuschauen wie die Exponate in den Ausstellungsräumen.

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Ich war schon in vielen Gebieten Deutschlands und Österreichs unterwegs, habe einige Teile der Schweiz und Tschechins gesehen. In meinem Blog und bei anderen Projekten können Sie darüber lesen.